McQueens Erben
Eine wenig Zeit ist seit McQueens Ableben bereits ins Land gestrichen, aber währenddessen ist viel passiert. Ich habe fast den Eindruck, als hörte man nun viel mehr über ihn als zu Lebzeiten. Was mich etwas traurig stimmt.

Heute nun wurde endlich seine Nachfolge bekannt geben. Und ich muss sagen, das Ganze klingt erstmal nach einer sehr klugen Entscheidung. Lange munkelte man, Gareth Puth würde das Erbe antreten. Diese Gerüchte wurden aber stets dementiert. Als dann bekannt wurde, alsbald können wir auf jeden Fall mit eine McQueen-Unterwäsche-Serie rechnen, dachte ich nur: "Nee, nicht ernsthaft...." Ich sah schon den totalen Ausverkauf des Namens vor mir. Lizenzen, bling bling, ka-tching-a-ding$$$$$
Sarah Burton wird nun McQueens Nachfolgerin. Über zwölf Jahre lang schon hat sie an seiner Seite gearbeitet. Auch die unvollendete Kollektion FW 2010 hat sie zu Ende gebracht und im März während der Paris Fashion Week in einer Art privatem Défilee präsentiert.
Allerdings gab es von offizieller Seite noch kein Statement zu diesen Neuigkeiten. Aber mir scheint es fast die logischste Konsequenz zu sein. Als seine zweite Hand war sie an allen Kollektionen nicht ganz unbeteiligt. Doch wird sie es gewiss nicht leicht haben. Tauschen möchte ich nicht. Ich habe fast den Eindruck, als wenn McQueens Schaffen nach seinem Tod fast eine verklärte Größe annimmt. Seine Entwürfe werden oft als "larger than life" gehandelt, er als DAS Genie seiner Generation betitelt. Und wahrscheinlich war oder ist er das auch. Schade nur wieder, dass ihm diese Ehre erst jetzt zu Teil wird. Ein Held ist er allemal. Obwohl sein Label Teil der profitorientierten Gucci-Group ist, hat er es stets verstanden Kleider zu erschaffen, die enorm haarscharf auf Messers Schneide zwischen Kunst und Design liegen. Zwischen verkäuflich und untragbar. In diese Fußstapfen muss Sarah Burton nun treten. Es gibt gewiss einfachere Dinge.

Überall poppen derzeit Portraits über den Designer auf. Freunde und Familie melden sich langsam und zaghaft zu Wort. Eine schöne Geschichte finde ich die von seiner Freundschaft mit Daphne Guinnes:
Daphne Guinness, a close friend of McQueen's, was wearing an elegant grey dress when I saw her. A beautiful dress that hugged her figure close, with a short, shaped sleeve. Her Mayfair apartment was overflowing with art and clothes, but that grey dress was a bit of both - art and clothes. It had been made by McQueen after she had gone to him one day and said she wanted a very simple dress she could wear forever. Right before her eyes he had cut into a piece of fabric, making it all with no drawing or anything, just his innate, intuitive talent. He had cut a bra in two to get the arc of the sleeves. Daphne had loved it all so much she bought 15 of them, some in black. Soon after she was wearing a billowing black cloak by McQueen to his own funeral.
The light that burns twice as bright, burns half as long...."

Heute nun wurde endlich seine Nachfolge bekannt geben. Und ich muss sagen, das Ganze klingt erstmal nach einer sehr klugen Entscheidung. Lange munkelte man, Gareth Puth würde das Erbe antreten. Diese Gerüchte wurden aber stets dementiert. Als dann bekannt wurde, alsbald können wir auf jeden Fall mit eine McQueen-Unterwäsche-Serie rechnen, dachte ich nur: "Nee, nicht ernsthaft...." Ich sah schon den totalen Ausverkauf des Namens vor mir. Lizenzen, bling bling, ka-tching-a-ding$$$$$
Sarah Burton wird nun McQueens Nachfolgerin. Über zwölf Jahre lang schon hat sie an seiner Seite gearbeitet. Auch die unvollendete Kollektion FW 2010 hat sie zu Ende gebracht und im März während der Paris Fashion Week in einer Art privatem Défilee präsentiert.
Allerdings gab es von offizieller Seite noch kein Statement zu diesen Neuigkeiten. Aber mir scheint es fast die logischste Konsequenz zu sein. Als seine zweite Hand war sie an allen Kollektionen nicht ganz unbeteiligt. Doch wird sie es gewiss nicht leicht haben. Tauschen möchte ich nicht. Ich habe fast den Eindruck, als wenn McQueens Schaffen nach seinem Tod fast eine verklärte Größe annimmt. Seine Entwürfe werden oft als "larger than life" gehandelt, er als DAS Genie seiner Generation betitelt. Und wahrscheinlich war oder ist er das auch. Schade nur wieder, dass ihm diese Ehre erst jetzt zu Teil wird. Ein Held ist er allemal. Obwohl sein Label Teil der profitorientierten Gucci-Group ist, hat er es stets verstanden Kleider zu erschaffen, die enorm haarscharf auf Messers Schneide zwischen Kunst und Design liegen. Zwischen verkäuflich und untragbar. In diese Fußstapfen muss Sarah Burton nun treten. Es gibt gewiss einfachere Dinge.

Überall poppen derzeit Portraits über den Designer auf. Freunde und Familie melden sich langsam und zaghaft zu Wort. Eine schöne Geschichte finde ich die von seiner Freundschaft mit Daphne Guinnes:
Daphne Guinness, a close friend of McQueen's, was wearing an elegant grey dress when I saw her. A beautiful dress that hugged her figure close, with a short, shaped sleeve. Her Mayfair apartment was overflowing with art and clothes, but that grey dress was a bit of both - art and clothes. It had been made by McQueen after she had gone to him one day and said she wanted a very simple dress she could wear forever. Right before her eyes he had cut into a piece of fabric, making it all with no drawing or anything, just his innate, intuitive talent. He had cut a bra in two to get the arc of the sleeves. Daphne had loved it all so much she bought 15 of them, some in black. Soon after she was wearing a billowing black cloak by McQueen to his own funeral.
The light that burns twice as bright, burns half as long...."



