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Junge Helden: Alexander Brenninkmeijer

Dritte Welt Beutel


Was hat sich Marc Jacobs nur dabei gedacht. Für die Frühjahr/Sommer Kollektion von Louis Vuitton ließ er die Models mit den karierten Dritte-Welt-Tüten auf den Laufsteg. Vielen auch bekannt als - nicht ganz p.c. - "Polenkoffer" und ähnlichem. Gibt's bei fast jedem Import/Export um die Ecke für meistens nur €1. Ja, diese Taschen sind extrem praktisch. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Farben, von klein und praktisch bis groß und riesengroß, mit denen man seinen halben Kleiderschrank transportieren kann. In der Film- und Fernsehbranche werden diese Tüten gerne in der Kostümabteilung benutzt. Jede Rolle hat seine eigene Tüte, wo Schuhe und Accessoires aufbewahrt werden. Die Taschen sind unglaublich widerstandsfähig und reißfest. Ich hab auch welche.

Und nun hat auch Marc Jacobs sie entdeckt. Na fein. Natürlich hat er sie umgenäht und kleine handliche Täschchen draus gemacht, natürlich mit Firmenlogo drauf. Ohne geht's nicht. Wie es dazu kam, ich hab mir da ein paar Theorien überlegt.
#1: Für die Show fehlten ihm noch ein paar Taschen. Man kann ja nicht jeden Tag eine "Stam" entwerfen und diese ewigen Monogramm-Taschen werden ja auch irgendwann langweilig. Aus der Not heraus griff zu den billigen Dingern vom chinesischen Gemischtwarenhändler um die Ecke. Schnell ein bisschen verfeinert und fertig ist der Dreck.
#2: Er hat J. in Berlin gesehen, mit seinem Fake-LV-Jutebeutel mit den Monogrammen drauf. Davon war er so begeistert...aber nee, dann hätte er ja auch Jutebeutel machen können.
Ich weiß auch nicht, aber ich denke, er kam sich dabei ziemlich innovativ vor. Und wir können sicher sein, dass man die LV-DritteWelt-Beutel nun für teuer Geld als It-Bag kaufen kann. Praktisch sind sie ja immer noch. Für uns Normalsterbliche ist das die Chance endlich mal mithalten zu können mit den Reichen und Schönen, sofern überhaupt erwünscht. Denn, wie schon gesagt, die Tüten gibt es überall und sind im nu auch in eine kleine praktisch Handtasche umgenäht. Falls dies ein Trend werden sollte, stehe ich dem skeptisch, aber nicht ganz ohne Interesse gegenüber. Vielleicht vertreibt die Dritte-Welt-Tüte ja den Jutebeutel aus Mitte.

Christian Dior ist auch in Berlin

Ab nach Berlin!

Haute Couture in der Berliner Kulturbibliothek: In der Ausstellung 'Christian Dior und Deutschland 1947-1957' sind ab 13. Februar 180 Exponate des Designers zu sehen.
Gezeigt werden 20 originale Haute-Couture-Modelle der Jahre 1947 bis 1957 sowie Fotos und zeitgenössische Filmaufnahmen. Die Ausstellung auf 300 Quadratmetern Fläche ist eine Hommage anlässlich Christian Diors 50. Todestages.

Mit der Präsentation der 'Ligne Corolle’ (Blütenkelch-Linie) in Paris erschuf Christian Dior 1947 den 'New Look'. Dieser brachte durch seine neuen Formen und Farben Abwechslung in die triste Mode der Nachkriegszeit.
An der Kollektion des kreativen Designers war alles neu: runde Schultern, kurze Jäckchen, Wespentaille und weite, wadenlange Röcke. Der damals 42-Jährige wurde damit über Nacht zu einem der berühmtesten Modedesigner der Welt.

Die Ausstellung 'Christian Dior und Deutschland 1947-1957' wird vom 13. Februar bis zum 28. Mai 2007 in der Berliner Kunstbibliothek am Potsdamer Platz zu sehen sein.

Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 10 bis 18 Uhr, samstags und sonntags 11 bis 18 Uhr

Quelle: vogue.de (Mareike Hafner - 05.01.2007)

Gut eingepackt

Oje, oje. So viele neue tolle Taschen. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
1.) Loewe hat die nahezu perfekte Tasche entworfen, die "Aire". Es gibt sie in 14 verschiedenen Farben und vier unterschiedlichen Formen. Und das tolle, wir als Kunden dürfen selber kombinieren und so Mini-Designer spielen. Wählen kann man - rechne, rechne - aus 56 Varianten. Der Favorit wird dann handgefertigt, extra für einen selbst. Und schon 4 Wochen später kann man sie dann in den Händen halten. Doch alle Taschen haben eines gemeinsam: feines Nappaleder und keine einzige harte Metallöse oder Schnalle, was der Tasche ihre weiche Form verleiht. Perfekt. Das Einzige was einen hindert, sofort zur Kreditkarte zu greifen, ist der Preis: € 735 aufwärts. Vielleicht kriegt man das auch selber hin. Ich nehme es mir mal vor und lass es dann wissen.

2.) Schon seit einiger Zeit geistern sie durch die Modepresse als neue Version der It-Bag: Die XL-Beuteltasche, mit Kurzhenkeln für die Schulter, geräumig und deshalb viel Platz für das Nötigste. Besonders schön ist die von Chanel aus lackiertem Canvas und traditionellem Kettenhenkeln (ca. €950). Auch schön ist die von Aigner aus weißem Lackleder (ca. €570).

3.) Zum Thema "Viel Geld für Plastik" oder "Find ich das jetzt gut oder totale Kacke" hab ich hier was. Chanel warf vor kurzem die "Naked Bag" auf den Markt, eine transparente Tasche, die die Kontrolle am Flughafen erleichtern soll. Chanel hatte netterweise ein Einsehen mit den neuen Bestimmungen zur Handgepäckkontrolle: "No liquids, no lighters, no toiletries". Die durchschaubaren Taschen kommen mit den für Chanel typischen Kettenhenkeln und Logoverschluss daher und ist in 3 Formen erhältlich. Der große Shopper mit Rautenmuster aus Swarovski-Steinen kostet ganze €900. Dann doch lieber der Jutebeutel? Hält auch länger.

4.) Hier war die Idee ganz nett, aber die Umsetzung find ich nicht ganz konsequent. Hogan hat sich mit seiner neuen Tasche dem Rock'N'Roll verschrieben, oder besser versucht. Sowohl die Form als auch der Schulterriemen der "Guitar Bag" sind von der Rockszene der 60er und 70er inspiriert und dem Korpus und Gurt der legendären Fender Stratocaster nachempfunden. Was meines Erachtens nicht wirklich geglückt ist. Der Gurt kommt richtig gut, aber die 2 steifen Kurzhenkel stören die Gesamtoptik. Und sehen zudem aus, als wären sie beim Tragen im weg. Aus geprägtem Nappaleder gibt es sie ab €830.

5.) Eine weitere Anwärterin auf den Thron der It-Bag '07 ist die "Coffer Bag" von Miu Miu. Sie ist in schwarzem, braunem und weißem Nappaleder erhältlich. Als Sonderedition gibt sie außerdem in Wildleder, dafür aber ausschließlich in Hellbraun. Sie besticht durch eine beutelige Form, die aber nicht wuchtig wirkt. Durch eine Klappe mit großer Metallschließe wird die Tasche sicher verschlossen. Während die Tasche im oberen Teil glatt ist, wurde der untere Teil gerafft mit dem oberen vernäht. Versehen ist sie außerdem mit einem geflochtenem Kurzhenkel, der aber lang genug für die Schulter ist und einem langen einfachen Gurt, der etwas unbeholfen daherkommt. Aber den kann man einfach abmachen und zu hause lassen. Unter der Deckelklappe befinden sich außerdem 2 kleine Taschen für Kleinkrams, damit dieser in der Beutelform nicht verloren geht. So brauch man nicht mehr ganz verloren an der Kasse stehen, wenn mal wieder das Handy klingelt und man kramt und kramt und sich schämt, dass man gestern abend wohl nicht ganz geistesgegenwärtig mit jungen Bruder der Freundin nur so zum Spaß peinliche Klingeltöne ausgetauscht hat. Stars wie Keira Knightley, Kate Bosworth, Maggie Gyllenhaal und Jessica Alba sind schon ganz verrückt nach ihr und haben sie bereits zu ihrem neuen ständigen Begleiter auserkoren. Um die €1000.

6.) Endlich wieder en vogue: Stepptaschen. Wobei echte Fashionistas natürlich wissen, das Stepptaschen noch nie out waren. Schließlich ist das rautenförmige Steppmuster bei Chanel ein Klassiker. Aber der eventuell spießige Mief, der an ihr hängen mag, wird nun hinweggefegt von all den anderen zeitgenössischen Designern, die ständig um die Tasche der Stunde wetteifern. Besonders schöne Modelle schufen Burberry, Dior und Marc Jacobs. Letztere - Jacobs "Stam Bag", benannt nach dem schrägen kanadischen Model Jessica Stam - ist wirklich sehr schön gelungen, aber die Ähnlichkeit zu Chanel, nicht in Form aber in Merkmalen, denn außer dem Rautenstepp besitzt sie auch eine Metallkette als Tragegurt, diese Ähnlichkeit macht sie mir gleich wieder etwas abspinstig. Da steckt zu wenig eigenes drin. Jedenfalls auf den ersten Blick. Oder sollte man es besser als Weiterführung des Entwurfs von Gabrielle Chanel sehen, dass Jacobs sie nur als Inspiration nutzte? Die "Celebrity" beschrieb sie als "humorvolle Chanel-Zitate", die eine "super Mischung aus cool und edel" sei. Naja, ich weiß ja nicht. Hübsch ist sie trotzdem - und teuer, ab ca. €1080.

robdobi. dubbi. du.

I just kind of rediscovered this awesome guy while doing some research about my the uniforms. I nearly forgot about him. I think he's a great illustrator. Lots of the things he's doing have a musical background, like shirt designs for bands. Now he started somthing like a shirtzine. It's called fullbleed.org. Including designs of the month. Some of them are pretty cool. I like it. Good ideas.

Hedi, where will you go?

Shocking news in the fashion world! Will Dior just let him go? Are they out of their mind? Vogue.co.uk wrote a few days ago that Hedi Slimane is having trouble renegotiating his contract. Salary demands are said to be the main stumbling block in the process, which sources say may lead to tension at the Dior Homme show in Paris on July 4. While fashion watchers would be as shocked to see Slimane, whose three-year contract is due to expire next month, leave the company as they were to see Gucci let Tom Ford go, it's rumoured that Dior has already set a contingency plan in place. A "wise" choice of replacement has apparently been lined up. According to WWD, the launch of Slimane's own womenswear line was another subject that caused heat at the negotiating table – though it is unsure whether the line would come under the Dior umbrella or be backed by another company.
Yesterday they also wrote some more about the possible successor of Hedi at Dior Homme.
BELGIAN designer Kris Van Assche could be in line to take over from Hedi Slimane at Dior Homme, if the latter designer doesn't manage to sort out his contract in time. According to WWD, 30-year-old Van Assche, who worked with Slimane for seven years at YSL and then Dior Homme before making a name for himself by launching his own label for spring/summer 2005, has already been contacted by the house. Slimane, who is due to show his spring/summer 2007 collection of menswear for Dior Homme in less than two weeks time, is thought to be having trouble negotiating a £1.4 million annual salary from the house while maintaining full rights to his brand name with possible plans to launch his own men's and womenswear labels.

Kristinit. Kristina Lenss. A NEW VINTAGE.


I found this on my daily round on nylonmag.com. Kristina Lenss' designs are gorgeous.
Latvian designer Kristina Lenss freshens up vintage-inspired fashion with her Kristinit spring line of limited edition silk marvels. Infused with a quiet luxury, Lenss' designs are playfully feminine. Culling from a background of studying design in London, art history in Santa Cruz, and costume design in Los Angeles, Lenss has designed for opera, film, ballet, and skiwear, before focusing her talents on her own line. Heavy on feminine designs worked in pastels and creamy colors on soft silhouettes, Lenss's inspiration is drawn from 1930s and 1940s Hollywood, such as the styles of Marlene Dietrich and costumer Edith Head, to Biba in the 1960s. "I love this kind of romantic blurring of time frames," she says. The result is sophisticated, vintage shapes lightened with droll detailing. Silk chiffon blouses are layered to add a touch of wispy glamour, a lace trimmed kimono top is adorned with carved pearl buttons, and a dropped waist, pleated dress is cast in tropical vintage print. The designer says, "Kristinit is for the girl, who, when old and withering, will be able to look back at pictures of herself and say, "Now I sure was one hot and classy looking girl." —SHELLEY WONG (Nylonmag.com)

jolinejolink

I just discovered this nice collection by jolinejolink. It's last year but it's still worth a posting. I found it on nylonmag.com. Joline is a Dutch designer. And this collection is called by the very suitable name: "Housewife with an eye for style". I think she's got skills and a certain sensibility for materials and she definitely knows how to wrap the female body. I also like the colors she chose for this.
On her website - jolinejolink.com - she tells about her inspiration: "Inspired by all American 40's designer Claire McCardell. Simplicity and femininety combined with practicallity and humour."

Photography: Peter Stigter

what is it with this hedi-guy?

Boys around me are still mourning about boring clothes at H&M and at elsewhere effordable places. But if I just mention the magic words DIOR HOMME the boy's eyes will get watery and dreamy. No they are definitely not gay.
I always thought and still kind of think that male fashion is a hard thing to do. And I also agree with my dear friends that most of the things you can easily purchase are way too boring and simple.
The funny thing with this is this newborn interest some boys show concerning designer fashion. Yes the times are changing. I think I for myself have to stop thinking in this oldfashioned stereotype categories. And thats exactly what's happening with a lot of boys outside. They are fed up with what the industrie wants them to wear. They want the same freedom and creativity in clothing like us.
It's not just a retail problem it also became a true couture problem. And in the end it's them who set the course. The "New Yorker" wrote two days ago: "Men’s fashion in Paris was moribund, but then Hedi Slimane came along."
But who is Hedi? Hedi Slimane came to Dior in 2002 to design their menswear collection. It is often said that he transformed the male silhouette.
Born in Paris, France in 1968 with a Tunisian father, an Italian mother and a Brazilian grandmother. His mother dressed all her kids in self-sewn clothes. And it was her who'd taught Little-Hedi his first sewing lessons. He once said in an interview that he always was lonesome cowboy, especially as a child he was the odd one.
The aforementioned "New Yorker" described a quite funny scene in Hedis childhood concerning his influences reflected in his designs. Six-year-old Hedi sits on the floor in his room mooning over an album cover. It's 1974. He just got a birthday gift from a friend of his older sister: David Bowie "David Live". "The friend, Véronique, likes to put on a blue jumpsuit and imitate Bowie. She does a good Mick Jagger, too. Slimane is captivated by her. He is also captivated by the album cover, which features a photograph of Bowie onstage, dressed in a powder-blue double-breasted suit: the jacket is cut short, with narrow but square shoulders, and the pants, although pleated and billowy in the legs, are tight at the crotch. Bowie looks bloodless and emaciated, well on his way to his 'Thin White Duke' phase, during which he subsisted, as he later said, on 'peppers, cocaine, and milk.'"
But 30 years later Slimane claims that he has no influences at all, he declares, "I have no nostalgia". Yeah, but sorry, taste has to come from somewhere...well...
Hedi actually studied art history and started his career at stylist José Lévy's. 1997 Yves Saint Laurent enganged the then 28-year-old Slimane as artistic director for his menswear. His creations were and still are revolutionary. He is famous for his slim silhouettes.
Oh that's funny: Slimane is famous for the slim. Well, I'm probably not the first one exploring this.
In 1999, as YSL is snapped up by the Gucci-Group, Slimane changed to Dior Homme becoming their Creative Director and Chefdesigner (what's this in English?). Three years later he became Designer of the Year.
And now he's famous and makes fabulous clothes a lot of boys make goo-goo eyes with. And then they cry because either they can't efford them or they are not skinny enough. Just look at Karl Lagerfeld. There are rumors about his turbo diet a few years ago. That he was just nearly starving to death to fit in slimanes slim outfit. Karl started with a tie, half a year later he fitted in a jacked and another half year later he could finally wear the famous slim Slimane pants.

Diane, wrap me up!

Yes, I have to admit it was kind of funny: Yesterday sitting in the mensa and looking into Tall-Annes horror-stricken face, widened eyes. Unbelievable. Small-Anne had just said that she saw a girl walking through the streets wearing a dress exactly like Tall-Anne's. Same Fabric, maybe even the same pattern. She couldn't tell. But that was already enough for Tall-Anne.
Yes. It is indeed painful but also a bit ironic if you sew your very special own wrap dress - a Diane von Fürstenberg lookalike - and just - swoop - someone else had obviously the same idea. That is just like H&M. As if you bought it there. That definitely sucks. If you sewed something yourself it should be a on-of-a-kind, it should be unique. That's a tragedy.
Or on other words: HAHAHAHAHA - that is vorbei!

... later more about the wrap dress ...