30. Apr. 07, 11:02
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»spoiled kiddos«
29. Nov. 06, 18:35
The Row
Mary-Kate und Ashley Olsen haben es getan. Zusammen mit einer Sandkastenfreundin, namens Danielle Sherman, haben sie ein neues Modelabel ins Leben gerufen. Als wenn sie nicht schon genug Schmott hätten. Aber naja. Wollen wir mal sehen: Was ist denn Ihr Konzept? Ach, Sie produizieren T-Sirts mit Couture-Techniken? Wahnsinn. Und auch zu Couturepreisen? Na da kann so ein Shirt schon mal bis zu $550 kosten, zu haben bei Barneys in NYC, for sure. Super innovativ. Ich mein, was teuer ist, muss doch gut sein, oder hab ich da was falsch verstanden.

Angeblich hätte die Gründung ganze neun Monate gedauert. Ist ja wie Kinder kriegen. Man merkt, ich bin skeptisch. Verständlich, oder? Die Linie besteht aus 28 gestrickten Teilen. Es soll sich um sehr weiches seidenes Material halten, das so gut wie nahtlos verarbeitet wurde. Mit Ausnahme einer "französischen Naht" am Rücken entlang. Die drei Mädels strebten, nach eigener Aussage, nach Perfektion. Und diese eine Naht sollte viel Ärger und Kopfzerbrechen bedeuten. Denn was wäre ein 500-dollar-Shirt, wenn es am Körper beginnt sich zusammen zu kräuseln. Dann kann ich auch weiterhin zu Hasi&Mausi gehen. Und fast alle Fertigungsfabriken, die sie im Vorfeld besuchten, fragten mit entsetzten BWLer-Augen: "Are you crazy???" Eine High-End-Couture Technik für gewöhnliches T-Shirt? Naja, neben den Shirts gibt's auch welche mit Fledermausärmeln, einen Mini-Slip, und ein Paar superschmale schwarze Hosen, wahrscheinlich eher eine Leggings. Die Preise tendieren tatsächlich von $150 für ein T-Shirt bis zu $850 für eine bodenlange Kashmir-Veste.
Dabei denken sich die beiden Zwillinge, das Frauen sowieso in einfachen Teilen am besten aussehen. Und angeblich können ihre Sachen auch von allen Figurtypen getragen werden, egal welchen Alters.
Der Unterschied zu anderen Celebrity-Labels, wie Juicy Couture oder ähnlichem, das hier gänzlich das Branding fehlt. Einzig eine kleine goldene Kette dient als Wiedererkennungswert. Ashley meint, bei Mode geht's ja schließlich auch um Klamotten und nicht um die Leute, die sie tragen. Nun gut, liebste Ashley, aber was ist mit denen, die es tragen?
Fazit: Nette Idee, aber ob das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, bezweifel ich stark. Um es perfekt zu machen, fehlt mir das gewissen Etwas, wie faire Arbeitsbedingungen oder ähnliches. Siehe American Apparel.
Edit am 31.10.08: Das mit American Apparel und den super Arbeitsbedingungen hat sich ja mittlerweile auch relativiert. Da gab es Anfang des Jahres einen schönen Artikel in der BrandEins (02/08: Marketing). Von wegen Anklagen wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz gegen AA-Gründer Dov Charney

Angeblich hätte die Gründung ganze neun Monate gedauert. Ist ja wie Kinder kriegen. Man merkt, ich bin skeptisch. Verständlich, oder? Die Linie besteht aus 28 gestrickten Teilen. Es soll sich um sehr weiches seidenes Material halten, das so gut wie nahtlos verarbeitet wurde. Mit Ausnahme einer "französischen Naht" am Rücken entlang. Die drei Mädels strebten, nach eigener Aussage, nach Perfektion. Und diese eine Naht sollte viel Ärger und Kopfzerbrechen bedeuten. Denn was wäre ein 500-dollar-Shirt, wenn es am Körper beginnt sich zusammen zu kräuseln. Dann kann ich auch weiterhin zu Hasi&Mausi gehen. Und fast alle Fertigungsfabriken, die sie im Vorfeld besuchten, fragten mit entsetzten BWLer-Augen: "Are you crazy???" Eine High-End-Couture Technik für gewöhnliches T-Shirt? Naja, neben den Shirts gibt's auch welche mit Fledermausärmeln, einen Mini-Slip, und ein Paar superschmale schwarze Hosen, wahrscheinlich eher eine Leggings. Die Preise tendieren tatsächlich von $150 für ein T-Shirt bis zu $850 für eine bodenlange Kashmir-Veste.
Dabei denken sich die beiden Zwillinge, das Frauen sowieso in einfachen Teilen am besten aussehen. Und angeblich können ihre Sachen auch von allen Figurtypen getragen werden, egal welchen Alters.
Der Unterschied zu anderen Celebrity-Labels, wie Juicy Couture oder ähnlichem, das hier gänzlich das Branding fehlt. Einzig eine kleine goldene Kette dient als Wiedererkennungswert. Ashley meint, bei Mode geht's ja schließlich auch um Klamotten und nicht um die Leute, die sie tragen. Nun gut, liebste Ashley, aber was ist mit denen, die es tragen?
Fazit: Nette Idee, aber ob das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, bezweifel ich stark. Um es perfekt zu machen, fehlt mir das gewissen Etwas, wie faire Arbeitsbedingungen oder ähnliches. Siehe American Apparel.
Edit am 31.10.08: Das mit American Apparel und den super Arbeitsbedingungen hat sich ja mittlerweile auch relativiert. Da gab es Anfang des Jahres einen schönen Artikel in der BrandEins (02/08: Marketing). Von wegen Anklagen wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz gegen AA-Gründer Dov Charney
